Die passenden Worte

Wer einem Menschen gegenübersteht, der einen Verlust erlitten hat, ist häufig sprachlos. Denn die beiden Worte "Mein Beileid" können abgenutzt klingen und so ihren Sinn verlieren. Ein Händedruck oder eine herzliche Umarmung erreichen den Trauernden bestimmt. Falls Sie jedoch keine Gelegenheit haben, zur Beisetzung zu kommen, bleibt der persönlich geschriebene Brief.

Ein Kondolenzbrief soll dem Empfänger das Gefühl vermitteln, mit seinem Verlust nicht allein zu sein. Es kann Trost spenden und Verbundenheit zeigen. Lassen Sie den Empfänger wissen, was der Verstorbene Ihnen bedeutet hat und dass auch Sie ihn vermissen

Schreiben Sie in einfachen Worten und verzichten Sie auf Pathos und Floskeln. Sie können zum Beispiel beschreiben, wie Sie von dem Todesfall erfahren haben, oder, falls nötig, warum Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können. Vielleicht möchten Sie auch ein besonderes Erlebnis mit dem Verstorbenen schildern, oder eine Eigenschaft, an die Sie sich gut erinnern. Sie unterstützen so die Hinterbliebenen in der Zeit ihrer Trauer.

Zum Kondolenzratgeber

Die Anrede

F r e u n d e u n d B e k a n n t e :

  • Liebe Anja, lieber Carlo,

Vo r g e s e t z t e u n d K o l l e g e n :

  • Sehr geehrte Frau Doktor Baumann,
  • Sehr geehrter Herr Schiller,

Ein guter Beginn

F r e u n d e u n d B e k a n n t e :

  • Ich kann noch nicht fassen / wir können noch nicht fassen, dass Dein Bruder einen tödlichen Unfall hatte / uns für immer verlassen hat.
  • Wir sind sehr traurig, dass Inge nicht mehr unter uns ist.
  • Mit Bestürzung habe ich vom tragischen Tod Deiner Tochter erfahren.

Vo r g e s e t z t e u n d K o l l e g e n :

  • Zum Tode Ihres Mannes sprechen wir Ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.
  • Mit großem Bedauern haben wir heute vom Tode Ihrer Frau Mutter erfahren …
  • Zu dem schweren Verlust durch den Tod Ihrer Frau spreche ich Ihnen mein herzliches Beileid aus.
  • Wir teilen mit Ihnen den schmerzlichen Verlust, den Sie durch den Tod von … erleiden müssen.

Wertschätzung der/des Verstorbenen

Wenn Sie die verstorbene Person gut oder sehr gut gekannt haben, fallen Ihnen sicher spontan Eigenschaften oder Erlebnisse ein, die Sie besonders geschätzt haben und die Ihnen unvergesslich bleiben werden.

  • Sie war meine beste Freundin, ich werde sie nicht vergessen …
  • Wir hatten ihn sehr gerne, die Lücke, die er hinterlässt, wird nur schwer zu schließen sein …

Wenn Sie ein Kondolenzschreiben für einen Kollegen oder Vorgesetzten formulieren, könnten Sie das etwa so tun:

  • In all den Jahren unserer Zusammenarbeit haben wir seine faire, herzliche Art und vor allem seine fachliche Kompetenz geschätzt.
  • Wir können wohl kaum ermessen, welchen Verlust sein Tod für Ihr Unternehmen darstellt.
  • Viele Menschen werden sich dankbar und liebevoll an sie erinnern.
  • Alle, die sie kennen durften, haben ihre ganz besondere Ausstrahlung und Hilfsbereitschaft geschätzt.

Der gute Schluss

Was wünschen Sie Ihren Freunden jetzt? Einhalt, Ruhe, Zeit zur Verarbeitung der Trauer? Möchten Sie ein konkretes Hilfsangebot formulieren? Auch dies passt sehr gut an den Schluss.

  • Sei umarmt …
  • Mit stillem Gruß …
  • In tiefer Trauer und innigem Mitgefühl …
  • Ich bin sehr traurig und in Gedanken bei Euch …

Stehen Sie dem Trauerhaus nicht ganz so nahe, formulieren sie den Schluss etwas distanzierter:

  • Wir fühlen und trauern mit Ihnen …
  • Ich wünsche Ihnen all die Kraft, die Sie jetzt brauchen, um das Leben allein zu meistern …
  • Ich kann nur ahnen, wie groß Ihr Schmerz und wie tief Ihre Trauer ist …